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Bernd Posselt lebt in München. Er wurde am 4. Juni 1956 als Sohn sudetendeutsch-steirischer Eltern geboren und ist römisch-katholisch.

1974 bis 1978 Redaktionsvolontär und Redakteur bei den "Badischen Neuesten Nachrichten" in Karlsruhe. 1978 bis 1994 engster politischer Mitarbeiter und Pressesprecher von Dr. Otto von Habsburg, von der ersten Europawahl 1979 an Mitarbeiter- und Beratungstätigkeit beim Europa-Parlament in Straßburg (Spezialgebiete: Außenpolitik, Ostpolitik, Stärkung der parlamentarischen Kontrolle gegenüber der Bürokratie, Volksgruppenrecht, Nationalitätenprobleme, Innere Sicherheit). Seit 1979 betätigte er sich zudem als EU-Korrespondent, Kolumnist und Ostexperte von Tages- und Wochenzeitungen im In- und Ausland.

Als Mitglied des Europäischen Parlamentes von 1994 bis 2014 (gewählt am 12. Juni 1994, am 13. Juni 1999, am 10. Juni 2004 und am 7. Juni 2009 auf der Landesliste der CSU) war er Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, stellvertretendes Mitglied im Ausschuß für Kultur und Bildung. Mitglied im Gemischten Ausschuß Kroatisches Parlament/Europäisches Parlament sowie stellvertretendes Mitglied in der Südosteuropa-Delegation. 1994 bis 2004 Mitglied und zeitweise Vizepräsident des Innenausschusses, 1994 bis 1999 stellvertretendes Mitglied des Außenwirtschaftsausschusses, 1999 bis 2004 stellv. Mitglied im Außenpolitischen Ausschuß, 2004 bis 2007 stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung, 2007 bis 2009 stellv. Mitglied im Ausschuß für internationalen Handel und im Unterausschuß Menschenrechte, 2000/2001 Mitglied des Nichtständigen Humangenetikausschusses, 1994 bis 2004 Mitglied des Gemischten Ausschusses Tschechisches Parlament/Europäisches Parlament (zuletzt als Vizepräsident). Darüber hinaus fungierte er als außen-, verteidigungs-, menschenrechts-, erweiterungs- und kulturpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.

In der EVP-Fraktion des Europaparlamentes (Fraktion der Europäischen Volkspartei/Christliche Demokraten) war er u.a. Mitglied der Arbeitsgruppen "Bioethik" sowie "Mittel- und Osteuropa". Von 1994 bis 2014 Mitglied der Interfraktionellen Arbeitsgruppe für Volksgruppen, Regionen und Regionalsprachen, die für ein Europäisches Volksgruppenrecht eintritt (1996 bis 1998 deren Präsident). Mitglied der Arbeitsgruppen "Bioethik" und "Menschenrechte in Rußland". Aktiv im parlamentarischen Unterstützerkreis der "Magistrale für Europa", der Schnellbahnverbindung Paris-Straßburg-München-Budapest.

Bei der Europawahl 2014 verpaßte Posselt knapp den Wiedereinzug ins Europäische Parlament. Er ist der erste Nachrücker auf der CSU-Liste und kündigte noch in der Wahlnacht an, sich weiterhin mit ganzer Kraft für die europäische Einigung einzusetzen. Dies tut er u.a. als freier Journalist, außenpolitischer Berater der CSU-Europagruppe und in zahlreichen Ehrenämtern. Er ist Chefredakteur des Informationsdienstes 'Paneuropa intern' und der Vierteljahreszeitschrift 'PANEUROPA Deutschland'. Herausgeber und Autor mehrerer Bücher, u.a. Verfasser der Bücher "Sturmzeichen - Politische Texte 1978-1994", erschienen 1994 im Amalthea-Verlag (Verlagsgruppe Ullstein-Langen-Müller), und "Ist Religion gefährlich?", erschienen 2007 im Sankt Ulrich Verlag.

1975 Gründer der Paneuropa-Jugend Deutschland e.V. und bis 1990 deren Bundesvorsitzender. 1976 Mitbegründer des Brüsewitz-Zentrums - Christlich-Paneuropäisches Studienwerk (Menschenrechtszentrum für verfolgte Christen in kommunistischen Staaten und vor allem der "DDR"). Mitarbeit in der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM), seit 2012 Kuratoriumsmitglied.

Seit 10. Mai 1998 Präsident der Paneuropa-Union Deutschland (1986 Vizepräsident, von 1989 bis 1998 Geschäftsführender Vizepräsident).

Seit 1977 Präsidiumsmitglied der internationalen Paneuropa-Union, koordinierte als Beauftragter für Mittel- und Osteuropa seit Anfang der achtziger Jahre die damals illegalen Menschenrechtsgruppen und Freiheitsbewegungen der Paneuropa-Union im kommunistischen Machtbereich. In den Wendejahren 1988 (Politische Öffnung Ungarns) bis 1991 (Zusammenbruch der Sowjetunion) Augenzeuge des Umbruches in fast allen kommunistisch beherrschten Ländern. Am 19. August 1989 wurde beim Paneuropa-Picknick an der österreichisch-ungarischen Grenze erstmals der Eiserne Vorhang geöffnet, 661 Deutsche aus der DDR strömten in die Freiheit. Zwischen 1990 und 1992 regelmäßige Aufenthalte in und Hilfsaktionen für Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Seit 1993 Leiter eines Paneuropa-Arbeitskreises, der sich speziell um diese Länder sowie um Kosovo, Albanien, Serbien, Montenegro und Mazedonien kümmert.

Aktiv in der kirchlichen Europa-Arbeit und beim christlich-jüdisch-islamischen Dialog. Mit Pater Anselm Bilgri Initiator und seit 1994 Veranstalter der zweimal jährlich stattfindenden "Christlichen Europa-Tage" in Kloster Andechs/Oberbayern. 1996 bis 2004 Mitglied im Diözesanrat der Erzdiözese München und Freising. Kuratoriumsmitglied des Kongresses "Freude am Glauben", seit Jahrzehnten aktiv im Christlichen Gewerkschaftsbund und in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, Mitglied der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft. Gründungsmitglied der Christdemokraten für das Leben.

Seit 2000 Mitglied im Parteivorstand der CSU, seit 2014 dessen Beauftragter für Ostmittel- und Osteuropa. Seit 1993 Mitglied im Münchner CSU-Bezirksvorstand (1993 bis 1996/97 Ortsvorsitzender der CSU-Moosach und stellvertretender Kreisvorsitzender des CSU-Kreisverbandes 8 im Münchner Norden).

Ab 2004 Mitglied der Internationalen Kommission der CSU, ab 2010 Mitglied der Zukunftskommission der CSU.

1999 bis 2004 Landesvorstandsmitglied des CSU-Arbeitskreises Polizei.

Seit 9.2.2008 Sprecher (oberster politischer Repräsentant) der Sudetendeutschen Volksgruppe. 2000 bis 2008 und seit 2014 wieder Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft (seit 1992 Bundesvorstandsmitglied, ab 1996 stellvertretender Bundesvorsitzender), Präsidiumsmitglied des Sudetendeutschen Rates, Mitglied der Sudetendeutschen Bundesversammlung und des Vorstandes der Sudetendeutschen Stiftung. Mitglied der Ackermann-Gemeinde. Kuratoriumsmitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste.

1998 von der deutschen Bundesregierung zum Mitglied des Koordinierungsrates bzw. Beirates des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums ernannt und seitdem alle zwei Jahre erneut berufen. Seit 2010 Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe “Dialog ohne Tabus”.

Seit 1997 Landesvorsitzender der Union der Vertriebenen (UdV) in der CSU (seit 1989 Landesvorstandsmitglied, von 1991 bis 1995 Münchner Bezirksvorsitzender, von 1993 bis 1997 stellvertretender Landesvorsitzender).

Ausgezeichnet mit dem Orden "Pleter" der Republik Kroatien (1999), dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (2001), der Europa-Verdienstmedaille des Freistaates Bayern (2005), dem Bayerischen Verdienstorden (2008), der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber (2009) und dem Mittelkreuz des Verdienstordens von Ungarn (2012). Dr. iur. h.c. der Ukrainischen Freien Universität München (2010). Träger des Preises "Brückenbauer | Stavitel mostu" des Centrum Bavaria Bohemia (2016) und des Kunstpreises für Deutsch-Tschechische Verständigung (2016, mit dem tschechischen Kulturminister Daniel Herman).

Stiftungsrat des Südost-Institutes in Regensburg, Mitglied in zahlreichen kulturellen und ökologischen Einrichtungen (Gablonzer Archiv- und Museumsverein, Gustav-Leutelt-Gesellschaft, Förderverein Christliche Volkskunst aus aller Welt, Verein der Freunde der Kathedrale von Meaux, Verein der Freunde von Burg Gösting, Förderverein der Flußperlmuschel, Münchener Tierparkfreunde etc.). Schirmherr der von der Schwabhausener Künstlerin Sylvia Petter ins Leben gerufenen Aktion "Band der Verständigung". Träger der Eibanesen-Perle.